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SEO ist im Wandel: Warum Sie jetzt eine Pillar-Page erstellen sollten

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Keywords waren gestern, eine Content Strategie ist heute. Denn das Suchverhalten der Internetnutzer hat sich verändert und damit die Funktionsweise der Suchmaschinen. Um trotzdem weiterhin in den Weiten des Internets gefunden zu werden, müssen Marketer Ihre Seiten strukturell umorganisieren. Dabei sind Pillar-Pages nicht wegzudenken, denn sie stehen im Zentrum einer Content-basierten Online-Strategie, dem Content Hub.

Im Inbound Marketing steht für die eigene Persona relevanter Content seit jeher im Fokus. Doch der erste Platz im Ranking bei Google und Co. ist weit weniger selbstverständlich. Dahinter steckt eine Menge Arbeit. Bisher bestand diese aus der Recherche geeigneter Keywords, die sich durch eine möglichst hohe Suchfrequenz und eine geringe Konkurrenz auszeichneten. Short-Tail-Keywords oder auch generische Keywords, die nur aus einzelnen Begriffen bestehen, wurden dabei bereits durch Long-Tail-Keywords ersetzt, die mehrere Begriffe kombinieren. Doch die Suchanfragen der Internetnutzer werden immer spezifischer und bestehen mittlerweile häufig sogar aus ganzen Sätzen. Hier spielen veränderte Suchgewohnheiten, wie z.B. die Sprachsuche, eine große Rolle. Denn durch Alexa, Siri, Cortana und Co. gewinnt die Spracheingabe in ganzen Sätzen immer mehr an Bedeutung.

Auch die Algorithmen der Suchmaschinen haben sich diesen Trends angepasst und weiterentwickelt: sie werden ständig optimiert und können so die Suchanfragen immer perfekter umsetzen und relevante Ergebnisse liefern.

Allein die Orientierung an Keywords funktioniert daher für Marketer nicht mehr. Stattdessen sind es eine Content Strategie und deren strukturierte Umsetzung, die unter den neuen Bedingungen erfolgversprechend sind.

Content Strategie, Pillar- und Cluster-Content

Um eine Pillar-Page zu erstellen, muss zuerst eine Content Marketing Strategie entworfen und der Pillar- und Cluster-Content festgelegt werden. Der Pillar-Content stellt dabei das inhatlich übergeordnete Hauptthema dar, dem der Cluster-Content in Form vieler verbundener Unterthemen zugeordnet ist. Damit bedienen Sie ein breites Themenspektrum und erhöhen mit internen Links den Traffic auf Ihrer Seite sowie die allgemeine Sichtbarkeit. Mehr Informationen zu Themenclustern und wie Sie diese Erstellen können, lesen Sie hier.

Content Strategie Themencluster

Was ist eine Pillar-Page?

Die Pillar-Page leitet sich von dem englischen Wort “pillar” ab, das auf deutsch “Säule” bedeutet. Sie bildet damit also die Basis eines bestimmten in der Content Strategie ausgearbeiteten Themas. Alle Aspekte, auf die im Cluster-Content detaillierter eingegangen wird, sollten dabei auf der Pillar-Page vertreten sein. Diese werden dann mit Hilfe von Hyperlinks mit den Seiten verknüpft, die den Cluster-Content behandeln.

Die Pillar-Seite bietet dabei einen groben Überblick über alle Bereiche des Themas, ist jedoch deutlich unspezifischer als die Cluster-Content-Elemente. So können dort noch genügend offene Fragen geklärt werden und die Verlinkungen verhelfen dem Nutzer zu einer tatsächlichen Vertiefung des Themas statt nur zu einer Wiederholung.

Pillar-Page erstellen: Worauf kommt es an?

Generell sollten Sie sich vor Erstellen der Pillar-Seite und damit der Wahl Ihres Hauptthemas von Keywords lösen und stattdessen auf Themen an sich konzentrieren.

Dabei steht natürlich wie immer Ihre Persona im Fokus, die Sie spätestens beim Erstellen Ihrer Content Marketing Strategie erarbeitet haben sollten. Welche Pain Points (Herausforderungen) hat diese, welche Probleme der Persona können Sie lösen, welche Interessen bedienen?

Ihr Thema sollte auf jeden Fall weit genug sein, um genug Aspekte für Cluster-Content zu bieten, sollte aber auch den Rahmen nicht sprengen. Denn alle Aspekte sollen schließlich auch auf der Pillar-Seite genannt werden können.

Seien Sie also nicht zu spezifisch, aber auch nicht zu vage bei der Namensgebung Ihres Themas. Hubspot liefert dazu ein schönes Beispiel: Eine Pillar-Page, die vom Marketing auf der sozialen Plattform Facebook handelt, wäre auch perfekt mit “Facebook-Marketing” benannt. Würden Sie sie hingegen nur “Soziale Medien” nennen, dann wäre das als Name viel zu weit gefasst. “Häufige Fehler beim Facebook-Marketing” dagegen wäre beispielsweise zu spezifisch.

Die Pillar-Page sollte damit möglichst alle Fragen, die mit Ihrem gewählten Thema zusammenhängen, grob beantworten können. Hyperlinks leiten interessierte Besucher dann auf die Seiten weiter, auf denen sie sich über die einzelnen Aspekte näher informieren können. Das sind in der Regel Blogartikel, können aber auch Landingpages sein.

Tipps zur Erstellung einer Pillar-Page erhalten Sie hier!

Warum ist das SEO-relevant?

Wie oben bereits angesprochen, haben Keywords für den Ausbau der Reichweite an Wirksamkeit eingebüßt. Meist sind gerade Short-Tail-Keywords viel zu eng gefasst, um die richtigen Suchergebnisse für Online-Nutzer zu liefern. Stattdessen wählen Sie ein Thema, für das Sie ein gutes Ranking erzielen wollen und orientieren sich erst beim Cluster-Content wieder stärker an Keywords. Damit decken Sie einzelne Themengebiete umfassend mit Ihrem Content ab, verlinken diesen intern, schaffen mehr Traffic und damit ein höheres Ranking.

URLs sollen also so angeordnet und verknüpft werden, dass im besten Fall gleich mehrere Seiten Ihrer Website im Google-Ranking vertreten sind und Sie somit noch mehr Besucher auf Ihre Website locken.

Ist der von Ihnen gelieferte Content nun noch relevant für Ihre Besucher, generieren Sie mit dieser Strategie mehr wertvolle Leads.

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Fazit

Inbound Marketing ist eine sich stetig weiterentwickelnde Methode, nicht zuletzt weil sie stark an gesellschaftliche und technologische Entwicklungen geknüpft ist. So ist die Pillar-Page eine Reaktion auf die Veränderung der Suchmaschinenanfragen und ihre Verarbeitung. Damit stellt sie für Sie die perfekte Möglichkeit dar, auch weiterhin mit Ihrem Content sichtbar zu sein.

Für alle HubSpot-Nutzer ist das gerade deshalb interessant, da ab Mai das Keyword-Tool abgeschafft wird. Eine Content Strategie gewinnt damit noch zusätzlich an Bedeutung und sollte bald auf Ihrer To-Do-Liste stehen. Mehr dazu lesen Sie auf unserem deutschen HubSpot-Nutzer Blog:

Warum HubSpot das Keyword-Tool durch die Content-Strategie ersetzt

 

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Themen: SEO Content Marketing Pillar Pages Content-Strategie