HubSpot Revenue Hub ist für B2B-Unternehmen besonders relevant, wenn der Umsatzprozess über den Vertragsabschluss hinausgeht und enger mit dem CRM verbunden werden soll: von individuellen Angeboten und Freigaben über Verträge und wiederkehrende Abrechnung bis zu Zahlung, Verlängerung und Upselling. Prüfen sollten den Hub vor allem Unternehmen, die diese Schritte heute über mehrere Systeme, Tabellen oder manuelle Übergaben zwischen Vertrieb, Operations und Finance steuern.
In vielen Unternehmen endet der durchgängige digitale Prozess dort, wo es eigentlich besonders interessant wird: beim Umsatz. Kontakte, Unternehmen, Verkaufschancen und Vertriebsaktivitäten sind im CRM erfasst. Für Angebote, Verträge, Rechnungen und Zahlungen kommen anschließend jedoch weitere Systeme oder manuelle Prozesse zum Einsatz. HubSpot Revenue Hub setzt hier an.
HubSpot Revenue Hub ist die Weiterentwicklung des bisherigen Commerce Hub von HubSpot. Während Commerce Hub Funktionen rund um B2B-Commerce, Abrechnung und Zahlungen bündelte, erweitert Revenue Hub diesen Ansatz und verbindet zentrale Schritte des Revenue-Prozesses miteinander.
Dazu gehören unter anderem:
Der Unterschied liegt damit im größeren Zusammenhang: HubSpot verbindet Revenue-Prozesse direkt mit Kunden-, Unternehmens- und Deal-Daten im CRM.
Aus einem klassischen Transaktionsprozess wird damit zunehmend ein Revenue Lifecycle: vom ersten Verkauf über Vertrag, Abrechnung und Zahlung bis hin zu Verlängerung und weiterem Umsatz mit bestehenden Kunden.
Gut zu wissen: Revenue Hub ist zwar nicht ausschließlich für B2B-Unternehmen gedacht, seine Stärken werden aber gerade bei B2B-Geschäftsmodellen deutlich, bei denen zwischen Verkaufschance und Zahlung mehrere Schritte liegen. Dieses vereinfachte Beispiel zeigt:
Einfacher Transaktionsprozess
Produkt → Bestellung → Zahlung
Komplexerer B2B-Revenue-Prozess
Deal → Angebot → Freigabe → Vertrag → Abrechnung → Zahlung → Verlängerung oder Upselling
Je mehr dieser Schritte im eigenen Verkaufs- und Umsatzprozess zusammenkommen, desto eher kann HubSpot Revenue Hub relevant sein.
HubSpot Revenue Hub verbindet den Vertriebsabschluss mit Umsatzprozessen. Angebote, Verträge, Abrechnung und Zahlungen rücken damit näher an CRM und Kundenbeziehung. Für uns ist diese Durchgängigkeit der große Vorteil von Revenue Hub: Der gewonnene Deal ist nicht das Ende der Wertschöpfung – auch die weitere Umsatzentwicklung des Kunden wird im CRM sichtbar. Es entsteht ein klareres Bild der Kundenbeziehung.
Conny Pflanz, Co-Geschäftsführerin der LANGEundPFLANZ digital GmbH
Diese Perspektive knüpft an den Grundgedanken des Revenue Marketing an: Marketing wird nicht isoliert anhand von Leads und Kampagnen betrachtet, sondern als Teil der unternehmerischen Wertschöpfung und danach bewertet, welchen Beitrag es zu Pipeline und Umsatz leistet.
Nicht jedes Unternehmen benötigt sämtliche Funktionen des Revenue Hub. Besonders interessant wird die Plattform dort, wo Verkaufs- und Umsatzprozesse komplexer werden und mehrere Teams daran beteiligt sind.
Mit zunehmender Zahl an Kunden, Angeboten und Verträgen stoßen manuelle Prozesse schnell an ihre Grenzen. Was bei 20 Angeboten im Monat noch funktioniert, lässt sich bei deutlich höherem Volumen nur schwer kontrolliert skalieren.
Revenue Hub kann helfen, wiederkehrende Arbeitsschritte zu standardisieren und Informationen im CRM zusammenzuführen.
Gerade B2B-Dienstleister, Beratungen, IT- und Softwareunternehmen oder Anbieter erklärungsbedürftiger Produkte verkaufen selten ausschließlich standardisierte Produkte zu festen Preisen.
Produkte und Leistungen müssen zusammengestellt, Preise kalkuliert, Rabatte berücksichtigt und gegebenenfalls Freigaben eingeholt werden. Mit CPQ stellt HubSpot Funktionen bereit, um solche Angebotsprozesse stärker zu strukturieren und mit dem jeweiligen Deal zu verbinden.
Auch für Unternehmen mit Subscriptions, Service-, Wartungs-, Lizenz- oder Retainer-Modellen ist Revenue Hub interessant. Hier endet die Kundenbeziehung nicht mit dem ersten Vertragsabschluss.
Abrechnung, Vertragsentwicklung, Verlängerungen und zusätzliche Leistungen werden Bestandteil eines fortlaufenden Revenue-Prozesses.
Besonders naheliegend ist die Erwägung für Unternehmen, die ihre Marketing- und Vertriebsprozesse bereits über HubSpot steuern.
Denn eine typische Frage lautet dann: Was passiert nach „Closed Won“?
Werden Angebote, Vertragsinformationen, Abrechnung und weitere Umsatzinformationen anschließend über unterschiedliche Systeme und Tabellen verwaltet, entstehen neue Datensilos. Revenue Hub bietet die Möglichkeit, diesen Teil des Prozesses stärker mit dem bestehenden CRM zu verbinden.
Revenue Management ist keine reine Vertriebsaufgabe. Gerade deshalb ist die gemeinsame Datenbasis für unterschiedliche Unternehmensbereiche interessant.
Sales kann Angebote, Verträge und relevante Umsatzinformationen enger mit Deals und Kunden verknüpfen. Informationen müssen weniger häufig zwischen verschiedenen Systemen übertragen werden.
Revenue Operations und Sales Operations können standardisierte Abläufe etablieren und Informationen über unterschiedliche Phasen des Umsatzprozesses hinweg zusammenführen.
Finance erhält einen engeren Bezug zwischen Kunden-, Vertrags-, Abrechnungs- und Zahlungsinformationen. Welche Finanzprozesse tatsächlich in HubSpot abgebildet werden sollten, hängt allerdings von der bestehenden Systemlandschaft ab.
Customer Success und Account Management profitieren besonders bei wiederkehrenden Geschäftsmodellen. Vertragsentwicklung, Verlängerungen und mögliche zusätzliche Umsätze können im Kundenkontext betrachtet werden.
Für die Geschäftsführung entsteht schließlich ein umfassenderer Blick darauf, wie Pipeline, Kundenbeziehungen und Umsatz miteinander zusammenhängen.
Aus unserer Sicht liegt einer der wichtigsten Vorteile darin, dass HubSpot nicht einfach ein weiteres isoliertes Revenue-Tool neben das CRM stellt. CRM- und Revenue-Prozesse können auf derselben Plattform miteinander verbunden werden.
Daraus ergeben sich mehrere mögliche Vorteile:
Ein weiterer Vorteil: Unternehmen müssen nicht zwangsläufig ihren gesamten Revenue-Prozess auf einmal umstellen. Je nach Ausgangssituation können sie beispielsweise zunächst dort ansetzen, wo heute besonders viele manuelle Arbeitsschritte oder Medienbrüche entstehen.
Das entspricht auch unserer Erfahrung aus Digitalisierungsprojekten: Nicht die Anzahl eingesetzter Funktionen entscheidet über den Erfolg einer Plattform. Entscheidend ist, ob Daten, Systeme und Prozesse so zusammenspielen, dass sie den tatsächlichen Geschäftsprozess unterstützen.
Revenue Marketing richtet Marketing und Vertrieb gemeinsam auf messbaren Umsatz aus. Der Revenue Hub von HubSpot kann diese Strategie unterstützen, indem die gemeinsame Datenbasis über den Vertriebsabschluss hinaus erweitert wird. Informationen aus Angebot, Vertrag, Abrechnung und Zahlung können mit den bereits vorhandenen Kunden- und Deal-Daten zusammengeführt werden.
Damit entsteht eine Verbindung, die für B2B-Unternehmen interessant ist: Marketing und Vertrieb betrachten nicht nur Leads, Opportunities und abgeschlossene Deals. Auch der weitere Revenue Lifecycle – beispielsweise wiederkehrende Umsätze, Vertragsverlängerungen oder zusätzliche Umsatzpotenziale bei Bestandskunden – kann stärker in die gemeinsame Betrachtung einfließen.
Revenue Marketing gibt dabei die strategische Richtung vor, Revenue Hub unterstützt die operative Umsetzung eines durchgängigen Revenue-Prozesses. Beides folgt demselben Grundgedanken: Umsatz entsteht nicht in einer einzelnen Abteilung. Marketing, Vertrieb, Customer Success, Operations und Finance benötigen gemeinsame Daten und aufeinander abgestimmte Prozesse, um Wachstum systematisch zu steuern.
Mit diesem Zusammenspiel beschäftigen wir uns bei LANGEundPFLANZ digital auch über die reine Softwarebetrachtung hinaus. In unserem Beitrag „Was ist Revenue Marketing?“ erläutern wir die strategischen Grundlagen. Wie sich Revenue Marketing zusätzlich mit dem kontinuierlichen Lern- und Optimierungsansatz des Loop Marketing verbinden lässt, zeigen wir in „Revenue Marketing und Loop Marketing - zwei Kundenmanagement Perspektiven“.
Trotz der Vorteile fragen wir immer: Muss ein Unternehmen seine komplette Umsatz-, Finance- oder ERP-Landschaft durch HubSpot ersetzen? Vor einer Entscheidung sollten Unternehmen zunächst den eigenen Revenue-Prozess betrachten:
Erst danach lässt sich sinnvoll beurteilen, welche Teile des Revenue-Prozesses in HubSpot abgebildet und welche bestehenden Systeme integriert werden sollten.
Bei etablierten ERP-, Finance- oder Buchhaltungssystemen kann eine Integration sinnvoller sein als eine vollständige Verlagerung. Revenue Hub unterstützt deshalb auch die Einbindung externer Revenue-Daten.
Als digitale Unternehmensberatung und HubSpot Solutions Partner geht es LANGEundPFLANZ digital nie nur um einzelne Softwarefunktionen. Wir betrachten Ihre bestehende Prozess-, Daten- und Systemlandschaft, Ihre Ziele und die Anforderungen Ihrer Teams.
Gemeinsam können wir analysieren, welche Revenue-Prozesse sich sinnvoll mit HubSpot abbilden lassen, welche bestehenden Systeme integriert bleiben sollten und wo Automatisierung tatsächlich einen Mehrwert für Ihr Unternehmen schafft.
Sprechen Sie uns gerne an. Wir unterstützen Sie bei der Bewertung, Konzeption und Umsetzung.
HubSpot Revenue Hub lohnt sich besonders für B2B-Unternehmen, deren Umsatzprozess über den einfachen Vertragsabschluss hinausgeht. Individuelle Angebote, Freigaben, Verträge, wiederkehrende Abrechnungen, Verlängerungen und Upselling machen eine durchgängige Verbindung von CRM- und Revenue-Daten zunehmend interessant.
Besonders naheliegend ist Revenue Hub für Unternehmen, die HubSpot bereits für CRM und Vertrieb einsetzen und nach dem Deal-Abschluss noch mit unterschiedlichen Systemen oder manuellen Übergaben arbeiten.
Ob und in welchem Umfang Revenue Hub sinnvoll ist, hängt jedoch von den vorhandenen Prozessen und Systemen ab. Sprechen Sie mit uns – gemeinsam prüfen wir, wie Revenue Hub in Ihre bestehende Systemlandschaft passt und wo der Einsatz für Ihr Unternehmen echten Mehrwert schafft.
HubSpot Revenue Hub ist die Weiterentwicklung des bisherigen Commerce Hub. Er verbindet zentrale Revenue-Prozesse wie Angebotserstellung und CPQ, Verträge, Abrechnung und Zahlungen mit den Kunden-, Unternehmens- und Deal-Daten in HubSpot. Dadurch können Unternehmen ihren Umsatzprozess stärker auf einer gemeinsamen Datenbasis steuern.
HubSpot Revenue Hub eignet sich besonders für B2B-Unternehmen mit mehrstufigen Verkaufs- und Umsatzprozessen. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen mit individuellen Angeboten, Freigabeprozessen, Verträgen, wiederkehrenden Umsätzen oder Verlängerungen. Besonders interessant kann Revenue Hub für Unternehmen sein, die HubSpot bereits für CRM und Vertrieb einsetzen.
Nein. Revenue Hub ist nicht ausschließlich auf B2B-Unternehmen beschränkt. Viele seiner Funktionen sind jedoch besonders für typische B2B-Prozesse relevant, bei denen zwischen Verkaufschance und Zahlung mehrere Schritte liegen – beispielsweise Angebot, Freigabe, Vertrag, Abrechnung sowie spätere Verlängerungen oder zusätzliche Leistungen.
Revenue Hub ist die Weiterentwicklung von HubSpot Commerce Hub. Während Commerce Hub insbesondere Commerce-, Abrechnungs- und Zahlungsprozesse unterstützte, erweitert Revenue Hub diesen Ansatz in Richtung eines umfassenderen Revenue Lifecycles. Dazu gehören unter anderem CPQ und Angebote, Verträge, Billing und Payments sowie die weitere Entwicklung der Kundenbeziehung.
Revenue Marketing richtet Marketing und Vertrieb auf gemeinsamen, messbaren Umsatz aus. HubSpots Revenue Hub unterstützt diese Strategie, indem Revenue-Daten und operative Prozesse stärker mit den Kunden- und Deal-Daten im CRM verbunden werden. So können Marketing, Sales, Customer Success, Operations und Finance auf einer durchgängigeren Datenbasis zusammenarbeiten.
Das hängt von den Anforderungen und der bestehenden Systemlandschaft ab. Revenue Hub ersetzt nicht automatisch ERP-, Finance- oder Buchhaltungssysteme. Unternehmen sollten prüfen, welche Prozesse sinnvoll in HubSpot abgebildet werden und welche spezialisierten Systeme führend bleiben oder integriert werden sollen.
Wenn CRM, Pipeline und Deals bereits in HubSpot verwaltet werden, kann der Revenue-Prozess nach dem Verkaufsabschluss enger an die vorhandenen Kunden- und Vertriebsdaten angeschlossen werden. Entscheidend ist, wo heute Medienbrüche, manuelle Übergaben oder getrennte Datenbestände entstehen.